Gepäck

21Brothers SAKWY 30l

Die Entscheidung für Soft-Gepäck statt Alu-Boxen ist ziemlich schnell gefallen. Denn dass sie abschließbar sind, ist der einzige Vorteil der Boxen gegenüber den Taschen. Dafür sind sie teurer, schwerer und bauen meist breiter.  Und zu wissen warum das schlecht ist, muss man nur dieses Video sehen. Zudem erhöhen sie das Verletzungsrisiko bei Stürzen, da sie die Beine einklemmen können. Also – Taschen!

Geworden sind es dann die 21 Brothers SAKWY 30l. Über diese Taschen gibt es relativ wenige Informationen, das sie nicht über einen großen Händler, sondern von den polnischen Herstellern selbst hergestellt und vertrieben werden.

Die Taschen lassen sich in Farbe und Aussatttung individuell konfigurieren, so lassen sich vier 1,5l Außentaschen, zusätzliche Ösen auf Ober- und Unterseite der Taschen, Reflex-Streifen und ein Reparatur-Set mit allen Stoffen und Schnallen optional dazu bestellen. Die voll ausgestattete Variante schlägt mit etwa 200€ immer noch andere Konkurrenzprodukte.

Optisch machen die Taschen einen stabilen Eindruck, und auch einige Stürze auf losem Grund und Asphalt bei geringer Geschwindigkeit (<50km/h) haben sie schadlos überstanden. Für die Befestigung ist ein Gepäckträger erforderlich, da die Taschen neben den zwei über die Sitzbank gelegten Gurten mit sechs zusätzlichen, am Gepäckträger befestigten Gurten fest geclippt werden. Das macht das Lösen und Festziehen der Taschen vom Motorrad zu einem Marathon im Gurte stramm ziehen. Da ich die dreckigen Taschen aber sowieso nie mit ins Hotel oder Zelt nehmen möchte, habe ich sie um zwei Drybags ergänzt. Diese kann ich einfach herausziehen und wieder einsetzen, die Taschen selbst verbleiben die ganze Zeit am Motorrad.

Die Drybags erhöhen zusätzlich die Wasserdichtigkeit. Die Taschen sind zwar wasserabweisend und haben bis jetzt auch jedem noch so langen Regenschauer stand gehalten, wenn sie allerdings länger im Wasser stehen (getestet einige Stunden in der Badewanne) dringt nach und nach Wasser ein.

Bis jetzt bin ich mit den Taschen absolut zufrieden und würde sie vor allem bei dem Preis jederzeit wieder kaufen.

 

  • Ausreichend groß (30l Volumen)
  • Flexibel in Farbe und Ausstattung konfigurierbar
  • Gutes Befestigungssystem mit 6 Schnallen je Tasche, dadurch aber etwas fummelig wenn die Taschen ganz vom Motorrad entfernt werden sollen
  • Rotes Innenleben erleichtert das Wiederfinden von Gegenständen
  • Wasserabweisend
  • Im Vergleich zu anderen Produkten extrem preiswert (160€ in der Basisausstattung)
  • Klettverschluss beginnt nach einigen Wochen Haken zu verlieren
  • Keine herausnehmbaren Innentaschen im Lieferumfang

Enduristan Sandstorm 4H

Der Tankrucksack hat sich als eines der praktischsten Gepäckutensilien erwiesen. Auf der Enduro ist wichtig, dass der Tankrucksack nicht zu groß ist, um das Fahren im Stehen nicht zu behindern. Andererseits sollte aber auch ein Großteil der Elektronik und alles, auf das man schnellen Zugriff braucht, in dem Tankrucksack untergebracht werden. Hier punktet der Sandstorm 4H mit seinen 7l Volumen und den nicht versteiften Seitenwänden. Dadurch bleibt der Rucksack flexibel, wenn er nicht ganz vollgepackt ist.

Die 7l haben bei mir folgendes gefasst:

– Drohne mit Fernsteuerung (DJI Mavic Air)

– GoPro mit Case und Ersatzakkus

– Leatherman MultiTool

– Kopflampe

– Alle wichtigen Dokumente, alle Ersatzschlüssel und ein Kartenspiel

– Crossbrille & Ohrstöpsel

– Powerbank & Ladekabel

 
Die Menge an Gegenständen wird durch zwei Innentaschen mit Reißverschluss und die Herausnehmbare Tasche im Deckel sowie durch einen mit Klett verschiebbaren Raumtrenner optimal organisiert. Das rote Innenleben erleichtert das Wiederfinden von Gegenständen. Wichtig war mir auch, dass der Rucksack ohne eine zusätzliche Überziehhülle wasserdicht ist, da bei einsetzendem Regen das Anlegen der eigenen Regenkleidung schon nervig genug ist. Allerdings ist der dafür verwendete Reißverschluss nach einigen Wochen Benutzung immer noch hakelig, das haben andere Hersteller besser gelöst. Umso besser gefallen dafür die Kabeldurchlässe in Rucksack und dem Kartenfach. Der Tankrucksack wird durch einen Riemen mit zwei Schnallen um den Lenkkopf und zwei mit Kabelbindern am Rahmen befestigten Schnallen auf dem Motorrad gehalten. Er sitzt damit sehr gut, auf dem Tank der DR aber etwas wackelig. Das dürfte aber an dem abschließbaren Acerbis Tankdeckel liegen, welcher einige Zentimeter höher baut als die einfache Variante. Die vier Schnallen sind aber schnell gelöst, und der Tankrucksack war das einzige Gepäckstück, welches ich beim verlassen des Motorrads mitgenommen habe. Die angebrachten Gurte lassen sich dafür in einem Fach unter dem Rucksack verstauen, und an zwei Ösen ein Schultergurt anbringen. Der ist separat erhältlich, aber jeder dürfte einen von irgendeiner alten Tasche zu Hause rumliegen haben.
  • Kompakt (7l Volumen)
  • Flexibel durch nicht versteifte Seitenwände
  • Sehr gute Aufteilung durch Raumtrenner und Innentaschen
  • Wasserdicht ohne Überzieh-Hülle
  • Gutes und schnell zu lösendes Befestigungssystem mit 4 Schnallen
  • Rotes Innenleben erleichtert das Wiederfinden von Gegenständen
  • Kabelöffnungen in Rucksack und Kartentasche
  • Herausnehmbare Innentasche für Dokumente/Schlüssel etc.
  • Reißverschluss nach mehreren Wochen noch schwergängig
  • Schultergurt nur als aufpreispflichtiges Extra

QBag Gepäckrolle 80l

  • Sehr groß (80l Volumen), aber kompakt zusammen zu rollen wenn nicht voll beladen
  • Absolut wasserdicht
  • Abnehmbarer Schultergurt im Lieferumfang
  • Preiswert
  • Nur ein Außenfach, welches bei langem Regen leicht Feuchtigkeit durchgelassen hat
  • Innen schwarz, dadurch immer ein Fischen im Dunkeln