Reisebücher

Joey Evans From Para To Dakar Book Review

From Para to Dakar

Das wohl inspirierendste Buch, welches ich bis jetzt gelesen habe. Joey Evans ist Unternehmer, Familienvater mit drei Töchtern und begeisterter Motorrad-Rennfahrer. Mit dem großen Traum der Dakar im Hinterkopf nimmt er an verschiedensten Rennen in Südafrika Teil – bis er eines Tages bei einem Massenstart im vorderen Feld stürzt und von einem folgenden Fahrer getroffen wird. Die Folge: Beschädigung der Wirbelsäule mit einer Lähmung von der Brust abwärts, der Traum von der Dakar gestorben. Bis Joey beschließt, nicht aufzugeben, und zuerst das Gehen, dann das Motorradfahren wieder zu lernen. Das Buch beschreibt den 10 jährigen Kampf von der Unfallstelle bis zur Ziellinie der Dakar Rallye, nicht nur für Motorrad- oder Abenteuer-Begeisterte lesenswert!

Abgefahren – In 16 Jahren um die Welt

Wenn jemand nach der ultimativen Motorrad-Abenteuergeschichte sucht, die Weltreise von Caudia Metz und Klaus Schubert kommt dem wohl am nächsten. Sie starten 1981 in einem gespaltenen Deutschland, um 16 Jahre und über 250.000km später in ein anderes Land zurückzukehren. Unterwegs wandeln sich ihre Yamaha XT600 in Antriebe für ein den Amazonas bezwingendes Boot, treiben ein Balken-FLoß auf dem Yukon an oder fangen mit Segeln ausgestatte die Winde der südamerikanischen Flachländer ein. Das Abenteuer führt über alle Kontinente in die entlegensten Ecken einer Welt, die noch nicht durch die Digitalisierung geprägt ist, und sorgt beim Leser für leuchtende oder ungläubiges Kopfschütteln.

The Longest Way

Christoph Rehage reist nicht mit dem Motorrad, sondern um einiges langsamer. Nach dem Studium in Beijing begibt er sich an seinem 26. Geburtstag auf den Rückweg in das heimatliche Bad Nenndorf und die wartende Freundin in Deutschland. Zu Fuß. Sein Weg ist gesäumt von zahlreichen Begegnungen chinesischen Mönchen, Beamten, Wahrsagern und einfachen Dorfeinwohnern. Das geringe Reisetempo sorgt für eine umso intensivere Erfahrung von Land & Leuten, und nebenbei entsteht das populäre BEARD Video. In seinem Buch bringt er den ersten Abschnitt seiner Reise, von Beijing bis an die chinesische Grenze, zu Papier. Definitive Leseempfehlung! Christoph ist noch immer auf dem Weg, ihr könnt seine reise unter thelongestway.com verfolgen.

Goodbye Lehmann

Stefan Fay wagt den Ausstieg aus dem Berufsleben in jungen Jahren, um eine aussichtsreiche Karriere gegen Reiseerfarungen und Abenteuer zu tauschen. Dabei verkommt das Buch nicht zu einem einfachen Reisebericht, sondern wird durchgehend von einer Frage begleitet: Wie führt man ein gutes Leben? Und ist die lebenslange Abenteuerreise die Antwort? Auch die Schwierigkeiten eine so langen Reise, die zwischen Reisepartnern mit unterschiedlichen Vorstellungen ihres Abenteuers losziehen, werden sehr schön behandelt. Flüssig zu lesen und ich habe mich in vielen Punkten in diesem Buch wieder gefunden.

Jupiters Travels

Ted Simon ist ein Journalist und gilt als einer der Pioniere des Motorrad Reisens. 1973 macht er sich auf, um auf einer Triumph Tiger in 4 Jahren und nach 125.000 Kilometern die Welt zu umrunden. Zu einer Zeit, als es den Begriff Adventure Riding noch gar nicht gab, war er in vielen Gegenden der erste, der sie mit dem Motorrad bereiste. Nicht umsonst wurde das Buch zu einem Bestseller und gilt unter Motorradreisenden als Pflichtlektüre. Das Buch versetzt einen nicht nur in eine andere Art zu Leben, sondern auch in eine andere Zeit, in welcher Internet und Digitale Nomaden noch niemandem ein Begriff sind. Als Ergänzung zum ersten Buch folgte „Riding High“, welches ich aber noch nicht gelesen habe.

Mit 50 Euro um die Welt

Nach dem Abi möchte Christopher Schacht die Welt bereisen, hat aber nur ein begrenztes Budget zur Verfügung: 50 Euro. Also macht er sich auf den Weg, um zu sehen, wie weit man mit minimalem Startkapital aber umso mehr Arbeitswillen kommen kann. Das Ergebnis: 4 Jahre Reise um die Welt, durch 45 Länder und über 100.000 Kilometer auf unterschiedlichsten Transportmitteln phne Flugzeuge. Dieses Buch erzählt die Geschichte dahinter und begleitet den Leser durch verschiedenste Kulturen, von den indigenen Stämmen Südamerikas bis hin zu chinesischen Mönchen, und genauso vielseitige Wege, unterwegs Geld zu verdienen. Vom Segler, Goldwäscher, Babysitter oder Schleusenwart ist alles dabei. Die Erzählweise wirkt aufgrund der Länge der Reise zwar immer etwas sprunghaft und manchmal wenig detailliert, bleibt aber bis zum Ende interessant.