Nachdem wir nach dem Verlassen der Fähre aus dem Hafengelände rollen, folgen wir erstmal ohne konkretes Ziel der Hauptstraße entlang der Küste, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu gewinnen. Die Hafenstadt Batumi am schwarzen Meer ist mit knapp 150.000 Einwohnern sogar die zweitgrößte Stadt Georgiens, und die Gebäude entlang der Küstenstraße machen einen optisch sehr schönen Eindruck. Wir haben allerdings nicht vor, lange zu bleiben, sondern wollen nur ein paar Dinge erledigen, bevor wir in den Norden des Landes aufbrechen: Georgische Sim Karten und Bargeld besorgen, die obligatorische Versicherung für unsere Motorräder abschließen (die grüne Karte der Deutschen Versicherungen gilt hier nicht und wird auch nicht akzeptiert) und die Reifen wechseln, um endlich ohne einen wackeligen Gepäckturm auf dem Heck unterwegs sein zu können. 
Da es aber bereits Mittag ist, halten wir bei der nächsten Gelegenheit an und versorgen uns erstmal mit Schaschlik. Bargeld ist auch schnell besorgt, die Versicherung aber kann man uns in der Bank scheinbar nicht verkaufen. Da sich bereits abzeichnet, dass wir heute nicht mehr alle Erledigungen schaffen werden, beschließen wir die Stadt erst am nächsten Tag zu verlassen und buchen spontan ein Zimmer. So können wir aus den verschwitzten Motorrad Klamotten steigen und uns in leichterer Bekleidung wieder auf den Weg ins Zentrum machen.

Versicherung in Georgien

Für ausländische Fahrzeuge muss in Georgien eine Versicherung abgeschlossen werden. Diese kann an sogenannten Payboxen, die an jeder Ecke stehen, abgeschlossen und bezahlt werden. Von 2 Wochen bis zu mehreren Monaten sind verschiedene Zeiträume möglich. Zwei Wochen für ein Motorrad haben uns 20 GEL, etwa 7 Euro gekostet. ACHTUNG: Die Payboxen geben kein Rückgeld, und spucken auch einmal geschluckte Scheine nicht wieder aus! Das haben wir auch erst gelernt, nachdem wir für unsere Versicherung 100 statt 20 GEL bezahlt haben.

SIM Karten in Georgien

Sim Karten können direkt beim Telekommunikationsanbieter gekauft werden, zur Aktivierung ist ein Pass notwendig. Empfehlenswert ist beispielsweise Magticom. Am besten die Aktivierung sofort von den Mitarbeitern vornehmen lassen, wenn man sich nicht durch unlesbare SMS und manuelle APN Einstellungen wühlen will. 5gb für einen Monat haben uns etwa 5 Euro gekostet, und bis auf ein paar entlegene Bergpässe hatten wir überall LTE Abdeckung. 

Nachdem das erledigt ist, genießen wir erst einmal den Sonnenschein an der Strandpromenade. Diese wird gesäumt von einem Riesenrad und einigen Hochhäusern, und wirkt auf uns für das gute Wetter eigenartig leer. Da es Ende Mai ist, startet der große Touristenstrom wohl erst mit Beginn der russischen Sommerferien Anfang Juni. Zurück in der Unterkunft erledigen wir ein paar Wartungsarbeiten und versuchen uns doch noch an den Reifen. Lose Schrauben an den Gepäckträgern werden festgezogen, eine Hinterradbremse neu eingestellt und der Choke der DR hatte sich in den Tagen auf der Fähre festgesetzt und muss nun wieder gängig gemacht werden. Die Vorderreifen sind ohne Probleme schnell gewechselt, allerdings schafft unser kleiner Kompressor es nicht, genug Druck aufzubauen um die neuen Reifen ganz aus dem Felgenbett zu drücken. Und beim Hinterreifen macht der K60 Scout an der Yamaha seinem Ruf alle Ehre: Auch zu zweit ist er ums Verrecken nicht in das Felgenbett zu drücken. Wir müssen uns wohl morgen eine Werkstatt suchen, die uns hierbei helfen kann. Eine Flasche сгущенка und die Wiederholung des letzten MotoGP Rennens trösten uns darüber hinweg.

Am nächsten Morgen führt uns der erste Weg zur Tankstelle, auf der Suche nach einem Kompressor. Wir werden zwei Gebäude weiter verwiesen und stehen vor einem kleinen Schuppen, in welchem nur ein paar alte Reifen und ein Gerät zum Ab- und Aufziehen von Autoreifen stehen – Perfekt! Wir bauen unsere Hinterreifen direkt am Straßenrand aus und dem Druck der hydraulischen Presse muss sich schließlich auch der Heidenau fügen – nach viel Schweiß, der Hilfe des in Badehose und Römersandalen gekleideten Mechanikers und 40 GEL sind wir unsere alten Reifen los, die neuen sitzen und wir können uns endlich auf den Weg aus der Stadt begeben. Auf allen vier Felgen sitzt nun der TKC 80. Unsere alten Reifen hätten zwar noch einige zeit gehalten, aber da es auf dem Pamir schwieriger ist an Reifen zu kommen, haben wir uns entschlossen schon hier die Neuen aufzuziehen. Während der Montage der Reifen bleibt ein deutsches Pärchen verdutzt vor unseren Kennzeichen stehen – es ist immer wieder interessant, wie weit von zu Hause man aus den gleichen Orten stammende Reisende trifft.

Wir verlassen Batumi auf der gut ausgebauten Hauptstraße Richtung Norden, denn das nächste Etappenziel lautet Swanetien. Die Straßen sind in einem ziemlich guten Zustand, die darauf fahrenen Autos aber eher weniger. Gefühlt fährt hier alles durch die Gegend, was vor 15 Jahren aus Deutschland exportiert wurde, viele der Bullis und LKWs werbe für deutsche Handwerks- und Logistikfirmen. Und auch der letzte Service dürfte ungefähr genauso lange her sein. Jedem zweiten Fahrzeug fehlt die Front- oder Heckstoßstange, oder auch gleich beide, denn diese nach einem Unfall wieder anzubringen würde ja nur zusätzliche Kosten bedeuten. Der pfiffige Fahrer eines BME E39 hat deswegen seinen Kühlergrill und die Scheinwerfer gleich mit ausgebaut. Und auch die Fahrweise lässt zu wünschen übrig: Während eine Limousine mit 60km/h am rechten Fahrbanrand entlang kriecht, überholt der von hinten heranrauschende Bus umso zuversichtlicher in die nächste blinde Kurve hinein. Nach kurzer Zeit haben wir uns aber daran gewöhnt, und drei nebeneinander auf den Gegenverkehr zurasende Autos lassen uns nur noch leicht vom Gas gehen und gespannt zurücklehnen.

Und noch etwas fällt uns auf: Das Konzept von Weiden für ihre Tiere ist den Georgiern völlig fremd. Warum gutes Ackerland, auf welchem man auch Wein anbauen kann, für das Grasen der Tiere verschwenden, wenn überall zwischen Bäumen und am Fahrbahnrand genug Grünes wächst. So treffen wir immer wieder auf neben der Straße grasende oder im Graben badende Kühe, Schweine und Schafe, welche auf dem abendlichen Heimweg völlig unbeeindruckt die Straßen kreuzen.

Unser nächstes konkretes Ziel lautet Uschguli, ein kleines Dorf in den kaukasischen Bergen. Hinter dem Dorf Dschwari beginnt die bisher geradeaus verlaufende Straße sich in zahllosen Kurven die Hänge hinaufzuwinden. Hier erblicken wir den ersten von vielen für diese Gegend charakteristischen Wehrtürmen und halten für eine kurze Trinkpause an. Und während dieser Pause werden wir, wie an fast jedem Tag der kommenden Wochen, von der georgischen Gastfreundschaft überrannt. Eine Gruppe Männer genießt den Abend mit gebratenem Fleisch, Khachapuri (mit Ei gebackenes georgisches Brot) und 5-Liter Wein Kanistern und lädt uns zum Essen ein, wir haben keine Chance abzulehnen. Dem Vorschlag, direkt hier unsere Zelte aufzuschlagen entwinden wir uns dann aber doch, denn wir möchten am nächsten Tag noch in der Lage sein Motorrad zu fahren. Dafür werden wir gezwungen, unsere Wasserflaschen an Ort und Stelle auszutrinken, damit der Wein-Beauftragte der Gruppe diese mit 3l Wein auffüllen kann. Allgemein scheint sein Job nur zu sein, den Kanister nicht aus der Hand zu stellen und jedem nachzuschenken, der seine zum Becher umfunktionierte, in der Mitte durchgeschnittene Cola-Flasche ausgetrunken hat. Mit vollem Magen werden wir überschwänglich verabschiedet und fahren weiter bergauf.

Nach einigen weiteren Kehren erwartet uns aber ein eher düsteres Bild. Während das Tal unserem Rücken in der untergehenden Sonne leuchtet, zieht uns von Vorne eine düstere Wolkenwand entgegen und die ersten dicken Tropfen prasseln auf uns herunter. Die vor uns liegenden Berge lassen sich durch den Schleier nur noch verschwommen erkennen. Wir begraben unseren eigentlichen Plan, bei der nächsten Gelegenheit zu campen, buchen uns eine Unterkunft im letzten Dorf und streifen für den Rückweg unsere Regenkleidung über.

Zurück in Dschwari halten wir vor dem geschlossenen Tor des „Guest Hause“, nur um zu sehen wie eine Kuh herantrottet, mit ihrem Horn den Riegel zurück schiebt, mit dem Kopf das Tor aufstößt und sich über das Gras im Garten her macht. Nachdem auch die Motorräder im Garten untergebracht sind wird uns unser rustikales Zimmer gezeigt, mit einfachem Holzboden und alten Zeitungen tapezierten Wänden. Die Toilette ist ein kleiner Bretterverschlag im Garten, das Waschbecken ein Betonbecken neben der Garage. Bevor allerdings das ausladende Abendessen serviert wird, müssen zuerst alle Kinder einmal die Motorräder Probe gesessen und jeden Knopf mindestens zweimal betätigt haben. Auch die Kuh wird wieder aus dem Garten vertrieben, die gehört nämlich garnicht zum Haushalt, sondern zu den Nachbarn. Das Gras auf der anderen Seite des Zauns war wohl wieder grüner. Das Abendessen wird natürlich ausgiebig mit selbsthergestelltem Wein und Wodka begossen, sodass wir uns möglichst schnell in unsere Betten flüchten. Kurz vor dem Einschlafen erreicht uns noch eine E-Mail des Gasthauses, wann wir denn anreisen würden? Wir sind wohl eine Einfahrt zu früh abgebogen und in der falschen Unterkunft gelandet – Ups!

Während wir noch mit Aufwachen beschäftigt sind, hören wir unten den nächsten Gast eintreffen. Eyk bereist Georgien zu Fuß. Und Eyk hat ein Problem: Während wir uns am Frühstückstisch damit heraus reden können, dass wir gleich auf die Motorräder steigen, werden ihm gleich Wein und Wodka vorgsetzt. Um nicht den ganzen Tag mit Trinken zu verbringen, flüchtet er sich auf den Sozius-Sitz von Thomas Motorrad und wir setzen ihn am ersten Wehrturm außerhalb des Dorfes ab.

Dann wagen wir unseren zweiten Versuch Richtung Mestia, der Hauptstadt der Region Swanetien. Während wir anfangs noch gutes Wetter haben, uns einen Wasserfall anschauen und statt durch die Tunnel zu fahren die alten, unbefestigten Wege außen herum nehmen, holt uns auf halbem Weg der Regen wieder ein und wir kommen klatschnass in Mestia an. Mestia ist das Tourismuszentrum der Gegend, und das zeigt sich auch im Stadtbild. Viele der Hotels und Restaurants sind im Schweizer Chalet-Stil gehalten und wollen nicht so recht in die Umgebung passen. Zwischen den Neubauten ragen aber immer noch die alten Wehrtürme aus dem 11. Jahrhundert auf, sie sind das Wahrzeichen der Region. Statt die Städte mit Mauern zu befestigen, baute jede Familie sich ihren eigenen Wehrturm. So musste bei einem Angriff die Stadt Turm für Turm eingenommen werden. Außerdem sind die Türme in den höher gelegenen Ortschaften die einzigen Gebäude, welche im Winter noch aus dem Schnee ragen. Jedes zweite Auto in Mestia ist zudem ein Taxi, welches Fahrten in den 40km entfernten Ort Uschguli anbietet.

Wir stärken uns zunächst an ein paar Chinkali und lassen die Regenwolken vorbeiziehen. Dabei treffen wir auf einen weiteren Motorradfahrer, der uns vor Schneefeldern auf dem Pass hinter Uschguli warnt. Wie gewohnt ignorieren wir das aber und machen uns auf den Weg. Den Regen haben wir dabei hinter uns gelassen und können so das Bergpanorama und die Schotterstraße genießen, welche wir fast für uns alleine haben. Uschguli ist noch ein wesentlich kleinerer Ort als Mestia, in welchem das halbe Jahr über Schnee liegt und dessen Ortsteil Tschaschaschi mit seinen schmalen Gassen und Wehrtürmen wie ein Zeuge aus einer anderen zeit wirkt und deshalb auch zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Aber auch hier zeigt sich schon der lange Arm des Tourismus in einigen Neubauten. Unsere Unterkunft gehört ebenfalls zu den neueren Gebäuden, verfügt aber trotzdem über keine Heizung, nur die Gemeinschaftsküche wird von einem Holzofen gewärmt.

Wir wühlen uns am Morgen aus einem Haufen Decken, packen unsere Sachen und begeben uns mit Uschguli im Rücken auf den Pass Richtung Sasaschi. Die Straße ist eine leicht steinige Schotterpiste mit wunderschönen Ausblicken auf die umliegenden Berge. Das erste Hindernis ist eine meterhohe Schneewehe, durch welche die hier frei laufenden Kühe bereits eine Schneise getrampelt haben. Mit viel Schwung und etwas Schieben ist das Ganze deshalb kein Problem. Einige Kilometer später bedecken dann wieder Schneefelder die Straße, welche wir aber ganz am Rand des Weges umfahren oder einfach durchfahren können. Doch beim zweiten großen Schneefeld ist schließlich wieder Schluss. Die Schneedecke wird dicker und die Reifen wühlen verzweifelt, kommen aber nicht mehr auf festen Grund. Der Weg links oder rechts vorbei ist durch Schlammlöcher unmöglich. Ein Erkundungsspaziergang und ein Flug mit der Drohne zeigen: Das geht noch eine ganze Weile so weiter. Während wir unsere Motorräder aus dem Schnee ziehen und wenden, kommen zwei Fahrradfahrer ebenfalls im Schnee an. Laut ihres Navis sind es noch 2km bis zur höchsten Stelle des Passes, soweit möchten wir uns dann doch nicht durch die weißen Massen wühlen. Während wir umdrehen schieben die beiden Ihre Mountainbikes über den Schnee. Den Rest des Tages brauchen wir dafür, alle gestern gefahrenen Kilometer wieder rückwärts zu fahren, bis wir die nächste größere Stadt Sugdidi erreichen.

Um den verlorenen Tag aufzuholen, begeben wir uns auf die Schnellstraße nach Kutaissi, und biegen dort südlich Richtung Borjomi-Kharagauli National Park ab. Die Straße beginnt mit gut geteerten, zahllosen Kehren durch den Wald. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt bergauf, bei welcher wir nur ein weiteres Auto getroffen haben, überrascht uns das brandneue Resort mit Kletterpark und Seilwinde dann doch. Wenig später wird der Asphalt dann aber zu Schotter und wir sind wieder alleine unterwegs. Höher und höher geht es auf den Pass, bis wir wieder ein uns mittlerweile sehr vertrautes Bild erspähen: Einen Hauch von Weiß hängt quer über der Straße. Diesmal sind zwar nur etwa 50 Meter des Weges unter Schnee begraben, aber dafür an einer ziemlich steilen Stelle, umfahren ist also nicht möglich. Während wir verzweifelt den Spaten auspacken und uns die ersten Meter durch die Eisdecke wühlen, zieht der zuvor blaue Himmel zu und dichte Wolken hüllen uns und die umliegenden Berge ein. Wir geben auf und fahren etwa einen Kilometer zurück, denn dort haben wir eine verlassene Waldhütte erblickt. Im Schutz der schiefen Holzbalken und inmitten von halb heruntergebrannten Kerzen und leeren Bierdosen halten wir erst einmal unsere Mittagspause, bis die Wolken sich wieder verzogen haben. Den erneut blau strahlenden Himmel nutzen wir noch für ein paar Video aufnahmen vor der atemberaubenden Kulisse, bevor wir uns auf den Weg zurück ins Tal und auf den Umweg zum nächsten Etappenziel machen.

Nach einigen Stunden auf der Schnellstraße begegnen wir einem weiteren Phänomen der georgischen Straßen: Bei Straßenverkäufern scheint immer große Einigkeit darüber zu herrschen, welches Produkt sich zur Zeit am besten verkaufen lässt. Mal sehen wir gefühlt hunderte Stände hintereinander mit Autopflegemitteln und -Ölen, dann sind es wieder Waschmittel, oder wie in diesem Fall zahllose Stände mit einem eigentümlich gebackenen Brot und extrem leckeren Honig. Während wir uns für das Abendessen eindecken, fällt uns ein in der Nähe stehendes Straßenschild auf: Batumi 237km. Unsere Tachos haben seit dem Verlassen der Fähre allerdings über 800km gezählt. Wir sind auch gefühlt jeden Kilometer doppelt gefahren….

Die Mentalität der Georgier sorgt in Kombination mit ihrer Hilsbereitschaft manchmal auch für etwas kuriose Situationen. Während wir noch am Straßenrand stehen und auf der Karte nach einem geeigneten Campingplatz für die Nacht suchen, prescht ein Auto vorbei, kommt 500 Meter weiter zum stehen, und fährt statt zu wenden die zweispurige Schnellstraße rückwärts wieder hoch, um uns zu fragen ob wir Hilfe brauchen. Allgemein dauert es nie lange bis jemand hält, wenn wir mit dem Smartphone in der Hand am Straßenrand stehen und so aussehen, als ob wir etwas suchen würden.

 

Am nächsten Tag steuern wir unseren vorerst letzten Stopp in Georgien an: Die Höhlenstadt Vardzia. Diese wurde im 12. Jahrhundert als Grenzfestung gegen Türken und Perser erbaut und später zu einem Kloster umfunktioniert. Die ursprünglich 3.000 in den Fels gehauenen Wohnungen boten Platz für 50.000 Menschen und waren durch Tunnel, Treppen und Terrassen miteinander verbunden. Neben den Wohnräumen gab es auch eine Kirche, eine Bibliothek, Bäckereien, Ställe und Schwimmbecken. Nach einem Erdbeben ist aber nur noch ein Bruchteil der Stadt erhalten und begehbar. Trotzdem ist der noch erhaltene Teil beeindruckend genug, und es ist nicht einfach sich voruzstellen, wie das Leben in dieser Stadt vor 800 Jahren wohl ausgesehen hat.

Nach dem (in Motorradkleidung etwas schweißtreibenden) Besuch biegen wir Richtung Armenien ab. Dabei verabschiedet uns Georgien nicht ganz so wohlwollend. Wir fahren durch Regen und Hagel über die schlimmste Schlaglochpiste, die wir bisher unter die Räder bekommen haben, und können nur hoffen dass Wetter und Straße hinter der armenischen Grenze nicht noch schlimmer werden.